11.06.2026

Neugestaltung der Rüdigergasse braucht breitere Einbindung von Anrainer:innen und Betrieben

Wir sind verwundert über den grünen Alleingang zulasten von Bürger:innen und Betrieben. Wir begrüßen die geplante Aufwertung des öffentlichen Raums, sehen beim aktuellen Projektstand jedoch noch wesentlichen Gesprächs- und Anpassungsbedarf.

Wir begrüßen die geplante Aufwertung des öffentlichen Raums, sehen beim aktuellen Projektstand jedoch noch wesentlichen Gesprächs- und Anpassungsbedarf. Bereits mit dem im Dezember 2025 mit den Stimmen der SPÖ beschlossenen Bezirksbudget wurde die Grundlage für eine Neugestaltung der Rüdigergasse geschaffen. 

Wir unterstützen daher grundsätzlich Maßnahmen zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität im Bezirk. Gleichzeitig ist es notwendig, die Rückmeldungen der von den Umbauplänen der Rüdigergasse Betroffenen ernst zu nehmen und in die weitere Planung einfließen zu lassen. 

Unser stellvertretender Bezirksvorsteher Christoph Lipinski dazu:

„Wir wurden in den Gremien genauso wenig aktiv eingebunden wie viele Anrainerinnen und Anrainer. Unsere demokratische Pflicht ist es, die Anliegen der Margaretnerinnen und Margaretner ernst zu nehmen und ihre Interessen zu vertreten.

Angesichts zahlreicher Rückmeldungen aus der Bevölkerung und von Wirtschaftstreibenden, welche die SPÖ erreicht haben, muss der aktuell vorliegende Plan noch einmal kritisch geprüft werden. Lokale Wirtschaftstreibende bemängeln, dass künftig nur mehr eingeschränkte Möglichkeiten bestehen, Schanigärten aufzustellen und beklagen die starke Reduktion der Park- und Haltemöglichkeiten – dies würde die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen erheblich verschlechtern. Uns liegen schriftliche Nachrichten vor, in welchen Unternehmer:innen schreiben, dass sie im Fall der Umsetzung der vorliegenden Pläne ihren Standort überdenken müssten.

Zahlreiche Anrainer:innen haben den Eindruck, dass die Betroffenen erst sehr spät informiert und unzureichend ernst genommen wurden. Unser stv. Klubvorsitzender Wolfgang Mitis ist im permanenten Kontakt mit ihnen. Er sagt:

„Wir befürworten grundsätzlich jede Verbesserungsmaßnahme, aber nur mit ehrlicher Einbindung aller Bürger:innen. Wir fordern daher eine zeitgemäße Umplanung unter Berücksichtigung der wesentlichen Kritikpunkte und wünschen uns eine sachliche Diskussion statt parteipolitischer Auseinandersetzungen. Vom Bezirksvorsteher sowie den Vorsitzenden der Ausschüsse und Kommissionen erwarten wir eine umfassende Einbindung der zuständigen Gremien.“

Angesichts der unter SPÖ-Führung umgesetzten Projekte (z.B. Kohlgasse, Helga-Pankratz-Platz, Kriehubergasse, Vogelsanggasse und Reinprechtsdorfer Straße mit 32 neuen Bäumen), welche zum Teil gegen Kritik der Grünen umgesetzt wurden, halten wir zudem den von der grünen Partei erhobenen Vorwurf einer “Betonpolitik” für nicht nachvollziehbar. Der wesentliche Unterschied zum nun vorliegenden Plan der Rüdigergasse ist aus unserer Sicht vielmehr in der bislang unzureichenden Einbindung der Betroffenen beim aktuellen Projekt.

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Für das Jahr 2026 sind im Bezirksbudget 25.000 Euro für ein Beteiligungsverfahren sowie erste Planungsschritte vorgesehen. Das ist ein wichtiges Signal: Aus Ideen wird konkrete Arbeit. Denn klar ist auch: Eine nachhaltige Umgestaltung kann nur gemeinsam mit den Menschen vor Ort gelingen. Das geplante Beteiligungsverfahren bietet die Chance, die Erfahrungen, Wünsche und Bedürfnisse der Anrainer:innen aktiv einzubeziehen.

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