Unsere Gemeinderätin Alexandra Rezaei u. Bezirksvorsteher-Stv. Christoph Lipinski fordern ein Verkehrskonzept für das ganze Grätzl um die Rüdigergasse!!
Rezaei/Lipinski (SPÖ) zur Rüdigergasse: „Es darf nicht darum gehen, ein fertiges Projekt gegen Widerstände durchzusetzen“
Grüner Bezirksvorsteher zeigt keine Kompromissbereitschaft: Unsere Gemeinderätin Alexandra Rezaei u. Bezirksvorsteher-Stv. Christoph Lipinski fordern ein Verkehrskonzept für das ganze Grätzl!
„Wenn Menschen ihre Sorgen und konkreten Erfahrungen einbringen, muss die Politik bereit sein, zuzuhören und Lösungen zu prüfen. Es darf nicht darum gehen, ein fertiges Projekt gegen Widerstände durchzusetzen. Entscheidend ist, dass die Auswirkungen auf die Menschen im gesamten Grätzl berücksichtigt werden und eine Lösung entsteht, die möglichst viele Interessen miteinander verbindet und unser Margareten noch lebenswerter macht.“
Gemeinderätin Alexandra Rezaei.
Wir stellen uns hinter jene Anrainer*innen, die die geplante Umgestaltung der Rüdigergasse in ihrer derzeitigen Form kritisch sehen. Wie sehr das Vorhaben das Viertel bewegt, zeigte ein Bürger*innengespräch am vergangenen Donnerstag im Lokal Landlocked. Zahlreiche Bewohner*innen diskutierten dort mit Vertreter*innen der SPÖ und dem zuständigen grünen Bezirksrat, der sich nach eigenen Worten auch als Projektleiter versteht. Die Botschaft aus dem Saal war unmissverständlich: Die Einwände reichen längst über die Rüdigergasse hinaus. Auch in angrenzenden Straßen spüren Menschen bereits negative Folgen für ihr unmittelbares Wohnumfeld. Online haben sich zusätzlich rund 350 Anrainer*innen mit Anliegen und Kritik zu Wort gemeldet.
„Ein Bürger*innengespräch darf kein Selbstzweck sein. Wenn sich Hunderte Menschen mit ihren Anliegen melden und Anrainer*innen ihre Sorgen persönlich vortragen, muss das Konsequenzen haben. Wir erwarten, dass die vorgebrachten Argumente ernsthaft geprüft werden und nicht bereits vor dem Gespräch feststeht, dass sich an den Plänen nichts ändern wird.“
Christoph Lipinski
Ein Projekt ohne Verkehrskonzept zieht Kreise
Im Zentrum der Kritik steht das Fehlen eines umfassenden Verkehrskonzepts, das die Folgen für das gesamte Gebiet abbildet. Neue Einbahnregelungen, Baustellen und mögliche Ausweichrouten befeuern die Sorge vor zusätzlichem Verdrängungsverkehr, etwa in Richtung Grüngasse. Wie ein Stein, der ins Wasser fällt, ziehen die Pläne Kreise weit über eine einzelne Gasse hinaus.
Gegen mehr Grün in der Rüdigergasse hat niemand etwas. Neun neue Bäume, elf Hochstammsträucher, acht Sitzgelegenheiten und zwei Trinkhydranten machen die Gasse kühler und das Grätzl lebenswerter. Breitere Gehsteige auf einer Ebene mit der Fahrbahn erleichtern den Alltag mit Rollstuhl und Kinderwagen. Genau so verwandelt Wien graue Asphaltflächen Schritt für Schritt in Orte der Begegnung. Doch keine Straße ist eine Insel: Verkehr, der hier gebremst wird, sucht sich neue Wege und landet im schlimmsten Fall vor den Haustüren in der Grüngasse und den Nachbarstraßen. Wer begrünt, muss deshalb das ganze Viertel mitdenken.
Nicht Gasse gegen Straße, sondern für eine Lösung für das ganze Grätzl
Besonders bitter: Trotz des persönlichen Austauschs mit den Betroffenen hat der grüne Bezirksvorsteher bislang keine erkennbare Bereitschaft gezeigt, Kompromisse einzugehen oder die Planungen konkret anzupassen.
Wir fordern daher, die bisherigen Planungen nochmals zu überdenken und die Auswirkungen auf die umliegenden Straßen umfassend einzubeziehen. Moderne Stadtentwicklung muss Klimaschutz, Aufenthaltsqualität, Verkehrssicherheit und die berechtigten Interessen der Wohnbevölkerung zusammenführen. So ist Wien zur lebenswertesten Stadt der Welt geworden: gemeinsam mit den Menschen, nicht über ihre Köpfe hinweg.
Für uns steht fest: Wer im Grätzl lebt, muss bei der Gestaltung des eigenen Lebensumfelds ernsthaft mitbestimmen können. Nur dann entstehen Projekte, die nicht bloß am Reißbrett geplant, sondern von den Menschen auch mitgetragen werden.
Was dir auch gefallen könnte:
Wohnungsvergabe NEU in Wien: So funktioniert das neue Bonuspunkte-System
Mit der Wohnungsvergabe NEU werden Gemeindewohnungen und geförderte Wohnungen künftig noch gerechter und treffsicherer vergeben.
Wir fordern eine Bürger:innenversammlung zur Rüdigergasse
In der Sitzung der Bezirksvertretung Margareten haben wir die Einberufung einer Bürger:innenversammlung gemäß § 104c Wiener Stadtverfassung (WStV) zur geplanten Erneuerung der Rüdigergasse verlangt. Die Nutzung dieses demokratischen Rechts verpflichtet den Bezirksvorsteher zur Einberufung der Bürger:innenversammlung.
Barbara Prammer Abend – Gleichstellung ist nicht selbstverständlich
Beim Barbara Prammer Abend erinnern wir an eine große Sozialdemokratin und Frauenpolitikerin und sprechen darüber, was ihre Anliegen heute für uns bedeuten: Gleichstellung, unbezahlte Sorgearbeit, wirtschaftliche Eigenständigkeit und Frauenrechte.